Die Musiksendung "Wellenrauschen" läuft alle 2 Wochen sonntags ab 17 Uhr auf

Radio ZuSa. Die Sendung wird moderiert von Gunnar Theuerkauff.

 

Als Kind wurde Theuerkauff vom „Synthie-Pop“ der 80er Jahre nachhaltig beeindruckt: „Ich saß oft neben meinem älteren Bruder auf dem Sofa und wir guckten „Ronny‘s Pop-Show“ & „Formel Eins“, damals noch mit Peter Illmann.

 

Im frühen Jugendalter entdeckte er die Rockmusik: „Ich bekam Schlagzeugunterricht und wechselte später zur Gitarre. Ein Lehrer gab mir in den Pausen den Schlüssel für den Musikraum, damit ich mich am Schlagzeug austoben konnte.“ Fleißig genug zum Gitarre üben war er später aber nie und so geriet das Musizieren in der Jugend mehr und mehr in den Hintergrund. Der enge Bezug zur Musik blieb bestehen: „Als Teenager interessierte ich mich für die Musik der Hippies, aber auch die düstere „Grufti-Musik“ sprach mich an. Einen Zugang zum Techno bekam ich im Alter von 15 Jahren, als jemand in einer WG eine Kassette mit dem Mitschnitt einer Ausgabe der damals angesagten „Steve Mason Experience“ des britischen Soldatensenders BFBS einlegte.“

 

Von BFBS stammte ursprünglich auch das alte analoge Mischpult von Radio ZuSa in Lüneburg, an dem er zum ersten Mal am 27. April 2002 seine Sendung „Wellenrauschen“ moderierte.

 

Die eigene Plattensammlung war schnell eingebracht. Von da an begann Theuerkauff über das Internet Kontakt zu Labels und Promotern zu suchen. Heute gibt es über 100 verschiedene Quellen, aus denen die Sendung schöpft und wächst. Musik kauft Theuerkauff heute selten. Über die Zeit hat er ein beachtliches Repertoire angesammelt.

 

Heute kommen die „Promos“ fast nur noch per Download-Link von den Plattenfirmen. Vor einiger Zeit hat er sich nach langer Pause das Album „D‘Angelo“ von David August auf Vinyl gekauft: „Ein außergewöhnliches Werk“, schwärmt Theuerkauff.

 

Gunnar Theuerkauff interessiert das „gewisse Etwas“ in der Musik: „Im Laufe der Jahre entwickelt sich Musik ständig weiter. Mich fasziniert, das Musik auch immer den Zeitgeist des Moments widerspiegelt, in dem sie entstanden ist."

 

Jedes Jahrzehnt klingt auf seine Weise unterschiedlich. Immer wieder lassen sich interessante Strömungen in neuen Veröffentlichungen ausmachen. Genres sind im neuen Jahrtausend längst nicht mehr voneinander getrennt. Grenzen verschwinden, was wieder kreative Freiheiten ermöglicht. Elektronische Musik klingt heute organischer und minimalistischer als vor 10 Jahren.“

 

Nachdem im Laufe der Jahre verschiedene Musikstile aus unterschiedlichen Subkulturen und Epochen vorübergehend ihren Schwerpunkt bei „Wellenrauschen“ eingenommen haben, so stehen heute Neuvorstellungen im Vordergrund.

 

Theuerkauff beschäftigt sich dabei fast ausschließlich mit elektronischer Musik, insbesondere mit ruhigen melodischen Klängen, die vom Stil her irgendwo zwischen IDM, Deep, Minimal, Melodic House & Techno, Ambient, Electronica & Indietronica zu verorten sind.

 

Wenn also sonntags eine „Chill-Out-Atmosphäre“ mit verträumten Melodien und sphärischen Klängen auf Radio ZuSa zu hören ist, angereichert mit Beats, Knistern, Fiepsen, Rauschen und Vocals, dann läuft wahrscheinlich wieder „Wellenrauschen“.